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Ute Geist
Dipl. Sozialpädagogin (FH)
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Dunkle Zeiten und Lichtblicke

Diese Zeilen zu schreiben fällt mir unendlich schwer, deshalb habe ich es auch solang hinaus gezögert. Doch es ist notwendig und wichtig auch für alle, die diese Homepage hier besuchen und sich für meine tiergestützte Arbeit interessieren. Und es gibt eben auch schlimme Zeiten.

Durch den Wegfall der Besuche in den Einrichtungen und dem daraus resultierenden Komplettausfall meiner Einnahmen in diesem Bereich bekam der Begriff Existenzangst erstmals eine völlig neue Bedeutung für mich. Für Zuschüsse von Bund und Land Sachsen komme ich nicht infrage, da ich die Selbstständigkeit nebenberuflich ausübe. Aber auch für die Bewohner ist es schlimm, keine Besuche mehr zu bekommen, für die Angehörigen, ihre Lieben nicht besuchen zu dürfen, für die Mitarbeiter, die dies alles abfangen müssen. Viele von ihnen kenne ich schon seit vielen Jahren. Ich bin in Gedanken sehr oft bei ihnen und wünsche allen nur das Beste, Gesundheit vor allem sowie Mut, Kraft und Zuversicht.

Als wäre dies nicht genug, musste ich vor vier Wochen meine Emira gehen lassen. Fast elf Jahre waren wir zusammen. Sie war nicht irgendein Tier, sie war Teil meines Lebens, Freundin, Vertraute, Familie. Wer uns kennt, weiß, welche besondere Bindung wir miteinander hatten. Sie fehlt unendlich, Trauer, Schmerz, ...mir fehlen immer noch die Worte... ich hab nicht gewusst, wie viele Tränen man haben kann...

In der ersten Nacht, als sie nicht mehr bei mir war, hat irgendein Vieh einen der Ställe aufgebrochen und meinen allerliebsten zauberhaften August und seine Henne Felicitas geholt.

Am gleichen Tag wurde mein Lieblingskater Egbert schwerst krank, drei Wochen haben die Tierärztin und ich um ihn  gekämpft, seit Ostern ist er vorerst übern Berg.

Das alles begleitet von einem fiesen langwierigen Infekt (und der Angst, dass es mehr sein könnte)...

Erst seit dem vergangenen Wochenende habe ich wieder da Gefühl, lebendig zu sein.

Die Sonne scheint unbeeindruckt, Egbert ist auf dem Weg der Besserung, alle anderen Tiere fordern nach wie vor meine Zuwendung, ab morgen darf ich wieder in meiner Beratungsstelle arbeiten, das Leben geht unbeeindruckt weiter, aber nicht mehr so, wie es mal war.